Archiv der Kategorie: Aktuelles

Viehhofen 2019 – Sechster Tag

Nach dem Wecken mit einer Kuhglocke waren heute morgen alle Teilnehmer*innen und Leiter*innen sehr früh auf den Beinen! Bereits um viertel vor neun verließen wir unsere Bachmühle, um mit dem Bus nach Werfen im Pongau zu fahren. Unser Ziel war die Burg Hohenwerfen, eine eindrucksvolle Burg aus dem elften Jahrhundert, die mächtig auf einem Berg mitten in der massiven Berglandschaft thront und einen wundervollen Ausblick über die Region zulässt. Eine Führung durch die Burg zeigte uns verschiedene Eindrücke aus dem Leben der Burgbewohner. Besonderen Anklang fand das zehn Meter tiefe Verlies und die Folterkammer, in der – natürlich zu Demonstrationszwecken – die Leiter*innen die Möglichkeit hatten, Kinder an den Pranger zu stellen . An dieser Stelle ist zu betonen, dass alle Teilnehmer*innen und Leiter*innen diese Räume wieder wohlbehalten verlassen konnten. Nach einem Besuch des Museumsshops und Ausstellungen zu Leonardo Da Vinci bzw. zur Falknerei bestaunten alle bei fantastischem Sonnenschein eine Flugvorführung mit Falken, Adlern, Geiern und Co. Der Bus brachte die müden Viehhofener wieder in die Bachmühle zurück. 

Der Abend stand den Kindern und Jugendlichen zur freien Verfügung. Unter anderem hatten sie die Möglichkeit das Volksfest auf dem Viehhofener Dorfplatz zu besuchen oder an einer gemütlichen Singrunde mitzuwirken. 

Viehhofen 2019 – Fünfter Tag

Wie auf den obigen Fotos zu sehen, wurde heute wieder gewandert! Die Busfahrten nach dem – wie immer – vorzüglichen Frühstück führten die Teilnehmer*innen und die Leiterrunde in den Talschluss unseres schönen Glemmtals. Dort angekommen wurden verschiedene Wanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten, von der Lindlingalm über die Forsthofalm, die Saalalm oder die Ossmannalm bis hin zum Teufelswasser war alles mit dabei. Der Bus brachte uns am Nachmittag natürlich auch wieder ins heimische Viehhofen zurück. 

Beim Abendessen wunderten sich dann einige Teilnehmer*innen über die Leiterrunde: Bei Kassler, Kartoffelpüree und Sauerkraut blühte der Appetit manches Leiters auf, während die Teilnehmer*innen teilweise etwas enttäuscht über die Essensauswahl aus der Wäsche guckten.

Der Abend blieb zur freien Verfügung. Einige machten den Bolzplatz unsicher, während die Leiter sich darüber freuten, dass unser Gastgeber den “Hacky Sack” vom Hausdach gerettet hatte. Andere hörten Musik, spielten Ball am Haus oder bemalten ihre T-Shirts. 

Viehhofen 2019 – Vierter Tag

Tja, wie Wetternachrichten halt manchmal so sind: Schwer zu durchschauen! Aufgrund des ab frühem Nachmittag angesagten regnerischen Wetters sollte es am Vormittag zu einer Wanderung am Hausberg losgehen. Die Wanderer schlugen sich tapfer beim steilen Anstieg zur Altenbergsiedlung! Schlechtes Wetter schien nicht in Sicht. So machten sich einige Wanderer noch zu einer Runde mehr auf, während die anderen sich an einer kleinen Kapelle eine Pause gönnten. Im Tal angekommen wurde die Wanderung noch mit einem kurzen Sprint auf der Boule-Bahn abgeschlossen! 

Am Nachmittag stand dann Programm im Haus an: König Grimm hatte es den Teilnehmer*innen zur Aufgabe gemacht, Türschilder für ihre Zimmer zu basteln und sich etwas zu kostümieren, damit sie selbst als Märchenfiguren erkennbar sind. So wurde gebastelt, was das Zeug hält: Kronen, Röschen, Plakate, T-Shirts. 

Diese konnten natürlich am Abend bei der großen Show präsentiert werden. Dr. Croc und Jojo von SimsalaGrimm waren schon ganz zufrieden mit den Ergebnissen und wollen diese an den König weiterleiten. Heute stand das erste Märchen aus dem heruntergefallenen Märchenbuch auf dem Plan: Rapunzel saß im Turm und ließ ihr Haar herunter, während sich ihr Märchenprinz mit dem Rotkäppchen davonstiel. Sie merken: Irgendwie stimmte hier wohl nicht! So mussten die Teams von Rapunzel bzw. Rotkäppchen gegeneinander antreten, um herauszufinden, wem das Märchen gehörte und wer sein eigenes Märchen noch wiederfinden muss. Rotkäppchen und der Wolf gewannen haushoch und können nun beruhigt in ihr Märchen zurückkehren. 

Viehhofen 2019 – Dritter Tag

Beim ersten Blick heute morgen fiel gleich auf: Es regnet! Das stand einem leckeren Frühstück natürlich nicht im Wege. Und auch der vorgesehene Tagesplan wurde in die Tat umgesetzt: Es ging zum Bogenschießen beim Glemmerwirt kurz vor Viehhofen! 

Zwar mussten wir bei Nieselregen starten, doch klarte das Wetter nach einer Stunde deutlich auf, wie auch die Laune der Teilnehmer*innen über die Erfolge beim Bogenschießen! Über Stock und Stein ging die Route am waldigen Hang entlang bis zum Bach, wo die letzten der 28 Stationen liegen. Zu Fuß ging es wieder zur Bachmühle nach Viehhofen zurück, ein schöner, neuer Wander- und Fahrradweg durch das Glemmtal. 

Nach dem Abendessen freuten sich die Teilnehmer*innen auf den Besuch des Bolz- und Spielplatzes in der Ortsmitte, wo allerhand Spiele gespielt und getobt werden konnte. 

Den Abend gingen wir dann wieder etwas ruhiger an – in zwei Spiel- und Singrunden wurde Zug gefahren, der Rubel gerollt, Zeitungen geklatscht und natürlich unterhaltsame Liedchen geträllert. 

Nach einem schönen, aber anstrengenden Tag fielen alle in ihren gemütlichen Bettchen. 

 

Viehhofen 2019 – Zweiter Tag

Der heutige Tag begann natürlich zunächst mal mit einem liebevollen Wecken durch die Leiterrunde und anschließend mit einem leckeren Frühstück in der Bachmühle. Das Wetter machte einen fantastischen Eindruck, sodass den zwei geplanten Wandertouren nichts im Wege stand!

Die kleinere Runde führte die Wanderer zum Bach am gegenüberliegenden Berg und über den schönen Waldweg 2 wieder zurück ins heimische Viehhofen. Die größere Runde erklomm den Hausberg, um die Hecherhütte (1.250 m) nach mehr oder weniger als einer Stunde zu erreichen. Nach einer entspannten Pause ging es über einen anderen Weg wieder hinab nach Viehhofen, wobei einigen Wanderern in Ermangelung einer Karte die Wegfindung doch recht schwer fiel. Trotzdem erreichen alle mit viel Gelächter und wenigen Blasen wieder die Bachmühle. 

Der Nachmittag bis zum Abendessen stand zur freien Verfügung und wurde bspw. zum Spielen und Sonnen genutzt. 

Nach dem Abendessen konnte die erste Show starten! Wie bereits auf der Einladung zum Vortreffen angekündigt, wartete König Grimm schon sehnsüchtig auf seine Gäste. Und schon bei der Begrüßung passierte es, das Märchenbuch fiel runter! Und alle Märchen gerieten durcheinander! Mal schauen, wie es dann in den nächsten Tagen weitergeht. Heute wurde noch das Märchenwissen der Teilnehmer*innen getestet, wobei König Grimm zufriedener hätte sein können. 

Viehhofen 2019 – Erster Tag

Nachdem der Bus aus Kaldenkirchen heute morgen um kurz nach acht Viehhofen erreichte, wartete auf die doch tatsächlich recht ausgeschlafenen Teilnehmer*innen und Leiter*innen ein wohl verdientes Frühstück in der schönen Bachmühle. Für alle, die jedes Jahr wieder nach Viehhofen reisen, fühlte es sich auch heute wieder an, wie nach Hause zu kehren – so vertraut ist die Umgebung, das Haus und unsere Gastgeber. 

Der Vormittag bestand weitestgehend aus Zimmer beziehen, auspacken und Haus erkunden. Nach einem schmackhaften Mittagessen wurden erste kleine Spaziergänge rund um die Bachmühle gemacht und viele Spiele gemeinsam auf dem Hof gespielt. 

Nach einem kleinen Gottesdienst in der schnuckeligen Pfarrkirche zu Viehhofen gab es mal wieder was zu essen, bevor es nach einer abendlichen Vorstellungs- und Singrunde recht zeitig ins Bettchen ging.

Wir freuen uns auf die nächsten Tage und sind schon gespannt, was die Zeit so bringen wird!

Nachruf Berti Verkoyen

Der Mensch, den wir liebten, ist nicht mehr da, wo er war. Aber er ist überall, wo wir sind und seiner gedenken.

Ein großartiger Pilger hat seine letzte große Pilgerreise angetreten. Lambert (Berti) Verkoyen hat in den Abendstunden des 17.06.19 diese letzte große Pilgerreise angetreten.

Berti war ein Mensch, der ein Vorbild für alle war, die mit dem Pilgervirus infiziert waren. So hatte es Kevelaer ihm angetan. Auf diesem Pilgerweg hat er jahrelang den Vorbeter gemacht. Auch mit der Bruderschaft Waldniel, die jedes Jahr 200 km hin nach Tier und auch wieder zurück gepilgert ist, war er ein Pilger, der die Teilnehmer mit seiner positiven Einstellung immer wieder aufgemuntert hat. Diese Pilgerreisen hätte er aber nicht durchführen können, wenn er nicht die Unterstützung seiner Frau Brigitte gehabt hätte. Denn ohne ihre Bereitschaft und ihren Großmut hätte unser Berti viele Pilgerreisen nicht durchführen können. Berti hatte immer, auf jeder Pilgerreise, ein aufmunterndes Wort, wenn uns die „Lappen“ mal runter hingen.

Aber das Pilgern nach Kevelaer und Trier mit Waldniel, wohin er immerhin 25 Mal mitgepilgert ist, reichte ihm nicht. 1991 hat er mit Kaplan Rainer Müller die Jugendwallfahrt ins Leben gerufen. Viele, viele Jahre hat er gerade dieser Jugendwallfahrt Impulse gegeben, sie mit seinem lustigen Naturell immer wieder mit aufgebaut. Aber nur bei den Jugendwallfahrern hat er den legendären Kopfstand an der letzten Station des dritten Tages, einer Kapelle, gemacht.

Bertis Highlight waren doch seine beiden Compostela-Pilgerreisen. Wie stolz war er, diese vielen hunderte, oft sehr mühsamen Kilometer heil geschafft zu haben, wie beeindruckend und beglückend vor dem Nordtor der Kathedrale zu stehen, mit dem Bewusstsein: Du hast es geschafft! Das hat ihn sehr glücklich gemacht.

Aber es war nicht alles. Mit Hans-Willi Kunz rief er 2007 zur ersten Wallfahrt zum hl. Arnold Janssen von Kaldenkirchen nach Steyl auf. Die Resonanz dieses Aufrufs übertraf alles. Groß und Klein, Jung und Alt – alle Pilger hatten Spaß. Und das ist noch heute so.

Ja, man kann tatsächlich sagen: Berti, du hast was in Bewegung gebracht.

Aber Berti hatte auch andere, ihm sehr am Herzen liegende Ambitionen, so zum Beispiel seinen viel geliebten Kirchenchor. Und auch das Bürgerhaus, das er viele Jahre verwaltet hat.

Berti, du hinterlässt eine große Lücke. Wir werden dich sehr vermissen.
Und so sagen wir uns alle: Bis wir uns dann wiedersehen…

Uschi Spitzkowsky