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Ferienaktion/Erstkommunion – Herz-Bilder

Hallo liebe Freunde und Freundinnen von St. Lambertus und St. Clemens!

Hallo liebe Kinder aus unseren Pfarren!

Schon mehr als zwei Wochen sind die Sommerferien jetzt vorbei und immer noch dreht sich so vieles um „Corona“. Keiner weiß, wann und wie das ein Ende haben wird. Aber es gibt die ein oder andere positive Entwicklung.

Am kommenden Samstag und Sonntag, 05. und 06. September, können endlich unsere Kommunionkinder von St. Clemens und St. Lambertus ihre Erstkommunion feiern.  Darauf haben sie lange, lange gewartet. Auch alle, die sie begleitet haben auf ihrem Weg, die Familien und Katechetinnen, mussten viel Geduld aufbringen und einiges improvisieren.

Alles wird zwar etwas ungewöhnlich ablaufen, aber wir alle dürfen uns mit den Kindern freuen, dass es jetzt für sie möglich ist. Wir dürfen sie auch gerne beschenken: mit unseren guten Wünschen, mit unseren Gebeten und Bitten, vielleicht auch, wenn uns der ein oder andere nahe steht, mit einem kleinen persönlichen Geschenk. Wünschen wir ihnen und ihren Familien ein schönes Fest und Gottes Segen.

Zu diesem Fest ist es umso schöner, wenn uns unsere Kinder, meistens die Kommunionkinder, auch etwas schenken. Vor den Ferien haben wir die Kinder zu einer Ferienaktion eingeladen. „Herz-Fotos“ war das Stichwort, ein Foto von Erlebnissen, schönen Dingen, besonderen Momenten, die irgendwo in den Ferien stattgefunden haben, entdeckt wurden, die Spaß gemacht haben. Mit einem „Herz-Foto“ sollten die Kinder das an uns weiter geben. Und das haben sie getan. Wenn man sich die Bilder anschaut, hier im Internet oder an einer Bildwand in der Kirche, dann kann jeder sich daran erfreuen. Jeder kann spüren, was uns die Kinder sagen und schenken wollen. Wir alle sollen die Freude der Kinder erleben in unserer doch sehr angespannten Zeit.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen viel Spaß damit und unseren Kommunion-kindern eine wunderschöne und segensreiche Erstkommunion.

Bernhard Müller

Gottesdienste in St. Clemens und St. Lambertus

In Kaldenkirchen finden die Messen samstags um 18.30 Uhr und sonntags um 09.30 Uhr statt.
Wegen der Beachtung der Abstandsregeln ist nur eine begrenzte Platzzahl vorhanden. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich jeweils donnerstags (erreichbar von 15.00 bis 17.00 Uhr) oder freitags (erreichbar von 10.00 bis 12.00 Uhr) mit Ihren Kontaktdaten wie Namen, Adresse und Telefonnummer im Pfarrbüro unter 02157/811796 telefonisch anmelden.

In Leuth bieten wir sonntags zunächst zwei Gottesdienste an, um 11.00 Uhr und um 12.00 Uhr.

Für einen Gottesdienstbesuch in Leuth brauchen Sie sich nicht telefonisch anmelden! Die Kontaktdaten werden jeweils vor der Messe aufgenommen oder Sie bringen einen Zettel mit, auf dem Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und das Datum des Gottesdienstes eintragen.

Es wird nur einen Zugang zu den Kirchen geben.

Die Gottesdienstbesucher werden dort durch Ordnungskräfte empfangen und gebeten, ihren Namen zu nennen, den bereitstehenden Desinfektionsspender zu nutzen und werden dann durch die Ordner einen Hinweis auf ihren Platz erhalten. Die zu nutzenden Plätze sind gekennzeichnet. Beim Betreten der Kirche ist ein Mundschutz zu empfehlen, sobald Sie Ihren Platz eingenommen haben, dürfen Sie diesen abnehmen.

Die Kirchengemeinden erfassen Ihre Kontaktdaten, um sie im Fall der Infektion eines/r Gottesdienstbesuchers/in mit Covid-19 an das örtliche Gesundheitsamt weiterzugeben. Ihre Daten werden zu keinem anderen Zweck verarbeitet und vier Wochen nach dem Gottesdienst gelöscht. Ferner weisen wir Sie auf Ihre Betroffenenrechte nach §§ 17 ff. KDG hin.
Bei datenschutzrechtlichen Bedenken bezüglich der Erhebung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten haben Sie die
Möglichkeit, eine Beschwerde an den Beauftragten für den Datenschutz des Bistums Aachen zu richten.

Dreifaltigkeit – zum Sonntag

Da fällt mir gerade, – ein Blatt Papier liegt vor mir auf dem Tisch,- auf und ein:

Wenn ich dieses Blatt Papier falte, zum Beispiel zwei Mal, so wie ein Blatt, damit es in den Briefumschlag DinA4 lang passt, dann habe ich doch eine „DREIFALTIGKEIT“! Jedes Mal, wenn ich das Blatt Papier, einen Briefbogen so falte, zwei Mal, dann entstehen drei Abteilungen des einzelnen Bogens, zusammengefaltet, zusammengelegt. Ich kann das Blatt auseinander ziehen und wieder zusammenfalten, es ist und bleibt ein Blatt. Es bleibt, es gehört zusammen.

Es ist, bleibt das Blatt Papier selbst. Es wird beschrieben oder bemalt oder bedruckt mit Wörtern, mit Bildern, mit Zeichen und vielleicht vielem mehr. Und das Geschriebene, Gemalte, die Zeichen haben eine Aussage, einen Inhalt, eine Mitteilung, die auf diesem Blatt festgehalten (verewigt) ist. Aber alles gehört zusammen: Blatt, voll oder leer, Gestaltung darauf, Inhalt!

Und dazu gefaltet: Fertig ist die Dreifaltigkeit:

  • Gott, der Schöpfer, der Vater – die Grundlage, durch die, auf der alles geschieht, passiert;

  • Gottes schöpferischer Geist – der alles entstehen lässt, immer und immer ausdrückt, in Formen, Gestalten, Natur, in und durch uns Menschen;

  • und Gottes Sohn – der die Beziehung, die Geschichte Gottes zu uns Menschen lebendig macht, mit uns und in uns lebt; da, wo wir von ihm erzählen, malen, berichten, da ist er weiter lebendig: „Ich bin bei euch!“

Und alles auf einem Blatt, unzertrennbar, gestern, heute und morgen.

Dazu noch ein Gedanke:

Natürlich ist das alles nur ein Vergleich, ein Gedankenspiel, unzulänglich, aber ein wenig verständlich, um dieses schwierige „Glaubensgebilde“ der Dreifaltigkeit zu erklären. Dieser Versuch aber sagt mir noch etwas zu meinem, zu unserem Umgang mit Gott in seinem ganzen Umfang:

Als Mensch halte ich das Blatt, das gefaltete, in der Hand. Wie schnell, unüberlegt und fahrlässig habe ich ein solches Blatt zerrissen, im Papierkorb entsorgt oder sogar verbrannt. Wie schnell, unüberlegt, vielleicht fahrlässig habe ich die Beziehung zu Gott aufgelöst, ihn für mich entsorgt, mich seiner entledigt. Dabei ist diese Beziehung für jeden von uns weitaus bedeutsamer als dieser Vergleich mit einem zweimal gefalteten Blatt Papier vermuten lässt. Diese Beziehung betrifft alles, was mein Leben und die Werte, nach denen ich lebe, ausmacht. Und damit auch alle anderen Beziehungen, in denen ich lebe.

(Do. 04.06.2020 Bernhard Müller)

Zu Pfingsten

Pfingsten

oder

„Wat iss en Dampfmachien?“

Zu Pfingsten muss ich Ihnen, liebe Freundinnen und Freunde etwas zeigen. Bitte schauen sie sich den Videoclip an, der diesem Text beigefügt ist.

Eine Dampfmaschiene! En Dampfmaschien!

Über viele Jahre habe ich zum Pfingstfest diese kleine Dampfwalzendampf-maschine zu unseren Familien-Kinder-Gottesdiensten am Pfingstfest in die Kirche mitgebracht. Bevor sie in Bewegung gesetzt wird, braucht es sicherlich eine Beschreibung der Maschine und der Funktionsweise.

Also: Da fällt den Älteren sicherlich spontan die Frage der Fragen von Professor Bömmel aus der Feuerzangenbowle ein: „Wat iss en Dampfmaschien? – Da stell‘mer uns zuerst emal janz dumm!“

Für eine Dampfmaschine brauchen wir Wasser, Feuer, einen verschlossenen Kessel mit Öffnungen -Ventilen-, Antriebsstangen – Pleuelstangen- Kupplung und Räder, Zahnräder. Das Wasser kommt in den Kessel. Das Feuer darunter wird angezündet und nach einiger Zeit, wenn das Wasser kocht, erzeugt das Ganze im Kessel Dampf. Wenn der Kessel so richtig unter Dampf steht, wird der Überdruck durch ein Ventil abgeleitet. Das setzt die Pleuelstangen in Bewegung und mittels einer Kupplung kommen so die Räder ins Rollen. So wird der Dampfdruck, die Energie des Wassers, auf die Räder übertragen.

Das ist eine recht einfache Erklärung von einem Laien für eine oft sehr komplexe, raffinierte Maschine. Die Dampfmaschine hat vor über 250 Jahren die Industrialisierung in Gang gebracht und treibt bis heute unsere wirtschaftliche Entwicklung voran. Das einfache Grundmodell können wir an dieser kleinen Dampfwalze bei der Arbeit sehen. (siehe Videoclip)

In unserer Kirche ist seit mehr als 10 Wochen nichts los. Deshalb kann meine Dampfwalze heute hier ungeniert rollen, bis ihr der Dampf ausgeht. Dann braucht sie Nachschub, Nachschub an Wasser und an Feuermaterial. Und schon haben wir den aktuellen Bezug, denn in diesem Jahr zu Pfingsten erscheint mir die kleine Maschine hier in der Kirche noch aussagekräftiger, zutreffender.

Unsere Kirche ist vom Dampf, vom Feuer und vom Wasser abhängig. Ja sie ist sogar aus dem Feuer und dem Wasser geboren, darin gegründet. Ihr Ausgangspunkt, das Pfingstereignis ist Feuer und Wasser. Es ist der Sturm, der Druck, der entsteht, wenn Dampf aus dem Kessel unter Volldampf raus muss.   So erzählt es uns die Bibel über die Freunde Jesu, die sich seit Wochen verstecken, die hinter verschlossenen Türen, diskutieren, sprechen, nachdenken, beten. Sie reden und reden bis die Köpfe qualmen, bis sie Feuer gefangen haben, ihre Herzen heiß sind und überlaufen. Und dann öffnet sich das Ventil, besonders beim Hitzkopf Petrus, und alles muss raus, alles, was sie erlebt, gehört, erfahren, verstanden, begriffen haben. Alles, was sie auf dem Herzen haben.

Jetzt gibt es kein Hindernis mehr, keine Barriere. Es ist auf einmal so klar und überzeugend, dass jeder ihr Anliegen, ihre Botschaft verstehen kann. Der Funke springt über und es kommt ins Rollen, in Bewegung. Viele erhalten das Wasser der Taufe und sind wiederum Feuer und Flamme. Die neue Bewegung, die Kirche ist geboren. Sie kommt bis heute nicht zur Ruhe, angeschoben, unter Druck gesetzt und gehalten vom Wasser der Taufe und von diesem gemeinsamen Feuer, diesem guten Geist der Liebe, der Freundschaft, der Gemeinschaft, der eine wahrhaftige Beziehung ermöglicht. Durch ihn erhält jeder auf der ganzen Welt, was er zu einem menschlichen Leben braucht, unabhängig vom Alter, Geschlecht, Sprache, Status. Pfingsten, der gute, der Heilige Geist, das ist bis heute eine Energiequelle ohne mechanische Beschränkungen und Grenzen.

Die Grenzen der Mechanik an unserer kleinen Dampfmaschine können uns allerdings aufzeigen, was passiert, wenn der Dampf, das Feuer oder das Wasser ausgehen. Oder, wenn ein Fehler, ein Defekt in der Mechanik auftritt, nicht regelmäßig gewartet und rechtzeitig repariert wird.

Dann steht das Ganze still. Reparatur und Nachschub sind dringend notwendig. Es scheint, dass das in diesen „Corona-Tagen“ der Fall ist. In unsere Kirche ist so einiges zum Stillstand gekommen. Viele Kirchen sind geschlossen. Nur wenige, sehr abgekürzte Gottesdienste können stattfinden. Viele andere Dienste, Aufträge und Aufgaben in den Gemeinden können nur sehr eingeschränkt angeboten werden. Auch in der gesellschaftlichen Diskussion spielt unser christlicher Glaube, unsere Gemeinschaft, unsere Art, das Zusammenleben von Menschen zu sehen, zu gestalten, nur eine Nebenrolle. Da scheint nur ein kleines Feuer zu brennen. Der Kessel steht nur leicht unter Dampf.

Doch Pfingsten bedeutet: das Ganze muss wieder unter Dampf kommen! Es ist nicht nur die Herausforderungen von „Corona“, der Umgang mit der Krise, die veränderte Situation zu gestalten und zu meistern. Wir müssen auch die Zukunft von uns allen in den Blick nehmen. Das ist eine große Chance. Davon bin ich überzeugt. Da dürfen wir nicht hinter verschlossenen Türen bleiben. Wir, WIR müssen aufstehen, anfangen, beginnen, hinaus gehen und zeigen, wie Freundschaft im Geiste Jesu geht, wie wir sie miteinander leben wollen und können. Dieses Leben geht auch in „Corona“-Zeiten. Es schenkt uns die Möglichkeit, die notwendigen Einschränkungen zu überwinden durch solidarisches Miteinander, durch Mut machen in und bei so vielen kleinen und großen Dingen, durch Freude und Spaß an und mit uns.

Volldampf voraus!   

Frohe Pfingsten!

Bernhard Müller

Kinderkirche zu Pfingsten

Kinderkirche zu Pfingsten

In den vergangenen Wochen, in denen das Wetter so warm war, haben manche von uns schon ein Feuer angezündet, einige sogar in der Osternacht. Das war schön. Wir zünden ein Feuer an um zu Grillen oder Stockbrot zu machen. Alle sitzen dann rund um das Feuer, es wird erzählt und gesungen. Ich habe erfahren: Feuer zieht an und schenkt Gemeinschaft.

Ein Lagerfeuer am Abend wärmt und erleuchtet, es vertreibt die Dunkelheit. Feuer ist aber auch gefährlich für alle, die sich zu nahe heranwagen, denn es greift um sich und sucht immer neue Nahrung.

Feuer ist in der Bibel ein Symbol für Gott und sein Wirken. Denkt an Mose und den brennenden Dornbusch. Im Feuer offenbart sich Gott dem Mose mit den Worten: „Ich bin der ich bin da“. In einer Feuersäule begleitet Gott Israel auf dem Weg durch Wüste und Nacht. Feurige Zungen lassen sich an Pfingsten auf die Apostel nieder, um den Aposteln den heiligen Geist zu senden.

Das Pfingstfest mit dem Bild des Feuers lässt uns nachdenken über unser Leben. Und so können wir beten und unser Herz bereiten für das Kommen des Heiligen Geistes:

Gott, als Christ, als Freund von Jesus bin ich gefragt, mich einzusetzen oder gar meine Meinung ehrlich zu sagen, aber oft habe ich Angst, mir die Finger zu verbrennen oder gar den Mund. Mir wird dann der Boden zu heiß unter den Füßen und ich ziehe mich zurück. Ich wage es nicht, für dich und deine Sache durchs Feuer zu gehen und mich einzusetzen.

Herr, erbarme dich

Gott, ich bin Feuer und Flamme für alles Mögliche. Heute lasse ich mich hier von begeistern, morgen von anderen Dingen und Personen. Ich bin Feuer und Flamme für meinen Sport oder den Computer. Dir gegenüber aber bin ich oft kalt und uninteressiert, dabei bist du immer für mich da.

Christus, erbarme dich

Gott, oft lebe ich auf Sparflamme. Ich bin nicht bereit, mich für andere einzusetzen. Ich bin bequem und gleichgültig, statt andere anzustecken und mitzureißen. Lass mich durch Jesus Feuer fangen und andere anstecken, damit die Welt durch uns heller und wärmer wird.

Herr, erbarme dich.

Gott, der uns immer nahe ist, der uns das Licht des Lebens geschenkt hat und uns mit dem Feuer und dem heiligen Geist gestärkt hat, er schenke uns die Vergebung all unserer Fehler und Schwächen und mache uns zu wahren Zeugen seiner frohen Botschaft. Amen.

 

Gebet:      

Gott, im Feuer hast du dich den Menschen offenbart. Feuer ist ein Zeichen deiner Nähe und deiner verzehrenden Liebe. Entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Lass uns durch Jesus Christus Feuer fangen und begeistert sein. Lass uns feurige Menschen sein, die wärmen, wo eisige Kälte um sich greift, lass uns leuchten, wo Dunkelheit nicht mehr weitersehen lässt. Mache uns zu Zeichen deiner Nähe und deiner Liebe durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

In der Apostelgeschichte finden wir die Geschichte von Pfingsten  :

Gott schenkt seinen Geist

Fünfzig Tage nach Ostern feierten die Juden in Jerusalem wieder ein Fest, das Pfingstfest. Es war das Fest, an dem sie an den Bund dachten, den Gott einst mit ihren Vorfahren am Berg Sinai geschlossen hatte. Jahr um Jahr kamen viele Besucher zum Fest. Sogar aus fernen Ländern reisten sie an. So war es auch in diesem Jahr. Aber an diesem Pfingstfest geschah etwas Unerhörtes.

Es war Morgen. Auf den Straßen von Jerusalem waren schon viele Menschen unterwegs zum Tempel. Aber plötzlich – was war das? Es brauste, als ob ein Sturm losgebrochen sei. Erschrocken blieben die Leute stehen. Sie schauten sich um: Woher kam das Brausen?

Da bemerkten sie ein Haus. Brausender Jubel drang durch die Fenster. Das ganze Haus schien erfüllt davon. Neugierig liefen die Leute hinzu. Da sahen sie: In dem Haus waren Jesu Jünger versammelt. Die jubelten, sangen Loblieder und beteten laut. Es sprudelte nur so aus ihnen heraus. Und über ihren Köpfen leuchtete es, als ob sie Feuer gefangen hätten.

Die Leute kamen aus dem Staunen nicht heraus. „Was ist nur in diese Menschen gefahren?”, fragten sie erschrocken. Und einige riefen bestürzt: „Sie reden ohne Aufhören und wir alle verstehen sie, obwohl wir von weither kommen. Woher kennen sie unsere Sprache?“ „Ach was!“, spotteten andere. „Die lallen doch nur! Sie sind betrunken. Das ist alles.“

Aber niemand verstand wirklich, was hier geschah: Gottes Geisthatte Jesu Jünger erfasst. Unbeschreibliche Freude erfüllte sie. Alle Angst war verflogen. Nun hatten sie Mut, zu den Menschen zu gehen und von Jesus zu reden. Weit öffneten sie ihre Tür und gingen hinaus auf die Straße.

Dort hatte sich inzwischen schon eine riesige Menge versammelt. Und immer noch kamen Menschen hinzu und fragten: „Was ist los? Sagt, was geht hier vor?“ Aber niemand konnte sagen, was wirklich geschehen war.

Da rief Petrus laut in die Menge: „Ihr Juden, hört mir zu! Ich will euch sagen, was geschehen ist. Wir haben keinen Wein getrunken, wie ihr meint. Sondern Gott hat uns seinen Geist geschenkt. Darum reden wir zu euch und sagen euch, was uns bewegt: Ihr kennt doch Jesus von Nazareth? Wisst ihr noch, was er getan hat, wie er geholfen und geheilt hat? Ihr habt das alles mit eigenen Augen gesehen. Und dennoch habt ihr ihn umgebracht. Doch hört: Dieser Jesus von Nazareth ist nicht tot. Er lebt! Gott hat ihn auferweckt. Wir haben ihn selbst gesehen. Glaubt uns: Er ist wirklich der König, auf den wir gehofft haben. Er ist der Retter und Herr über die ganze Welt: Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“

Als die Leute das hörten, ging es ihnen durch und durch. Und sie fragten betroffen: „Was sollen wir denn tun?“ „Kehrt um!“, rief Petrus. „Bittet Gott, dass er euch eure Sünde vergibt! Und lasst euch taufen auf den Namen Jesu! Dann wird Gott euch seinen Geist schenken.“

Da ließen sie sich taufen, 3000 Menschen an einem Tag. Es wurde das fröhlichste Pfingstfest, das sie je gefeiert hatten. Gott hatte einen neuen Bund mit ihnen geschlossen durch die Taufe.

Von nun an gehörten sie alle wie eine große Familie zusammen, alle, die auf den Namen Jesu Christi getauft waren. Jeden Tag trafen sie sich in ihren Häusern, aßen miteinander und beteten, sangen Loblieder und hörten, was die Jünger von Jesus erzählten. Christen nannten sie sich, weil sie an Jesus Christus glaubten und auf seinen Namen getauft waren.

Neukirchener Kinderbibel, Kap 66, : Apostelgeschichte 2

 

Lied GL 819

Unser Leben sei ein Fest
Jesu Geist in unserer Mitte
Jesu Werk in unseren Händen
Jesu Geist in unseren Werken
Unser Leben sei ein Fest
In dieser Stunde und jedem Tag

Unser Leben sei ein Fest
Jesu Hand auf unserem Leben
Jesu Licht auf unseren Wegen
Jesu Wort als Quell unsrer Freude
Unser Leben sei ein Fest
In dieser Stunde und jedem Tag

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wer zu dir gehört, ist dem Feuer deiner Liebe nahe. Wir bitten dich:

  • Entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Entflamme uns, dass wir zu Zeichen deiner Liebe und Nähe werden.

Gib uns alle deinen Geist.

  • Lass alle, die zu dir gehören, Feuer fangen und durch deine Nähe warm und leuchtend werden, damit sie andere begeistern können.

Gib uns alle deinen Geist.

  • Erleuchte alle, die zu dir gehören und lass sie ganz fest zusammenhalten. Wärme, was erkaltet ist und führe zurück, was sich verirrt hat.

Gib uns alle deinen Geist.

  • Gib uns deinen feurigen Geist, damit wir füreinander und für die Welt da sein können, als leuchtende Beispiele deiner Liebe.

Gib uns alle deinen Geist.

Denn du, Herr, bist gekommen, um das Feuer deiner Liebe in unser aller Herzen auszugießen und der Welt die Freude und den Frieden zu schenken. Amen.

 

Vater unser im Himmel

Gott unser Vater, schenke uns allen deinen Geist. Gieße ihn über uns aus den Geist der Wahrheit und Liebe, den Geist der Einheit und Brüderlichkeit , den Geist der Freude und des Friedens, den Geist der Geduld und der Hoffnung. Lass uns durch ihn begeistern, andere anstecken, auch so zu leben, wie Jesus es uns allen deinen Geist. Amen.

Ausmalbild Pfingsten

Ausmalbild 2 Pfingsten


Zusammen Familie

Gerade erleben wir wegen der Corona-Epidemie seltsame Zeiten!

Manchmal macht uns das Angst. Dann wünschen wir uns etwas zum Mutmachen.

Manchmal ist uns langweilig. Dann suchen wir etwas zum Selbermachen.

Manchmal möchten wir gerne etwas zusammen mit anderen machen, auch wenn wir räumlich getrennt sind. Dann suchen wir etwas zum Mitmachen.

Unsere Seite www.zusammenfamilie.de möchte Euch unterstützen. Hier einige Anregungen zum Thema Pfingsten.
Bleib mutig und gesund in diesen Tagen!