Junge Kirche: Alpha und Omega – Anfang und Ende

Heute will ich zwei Freunde von Jesus begleiten (Lk 24,13-24, 28-31). Sie waren auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Jesus war gestorben, grausam gekreuzigt worden. Jetzt war er weg. Nicht mehr da.

Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, gesellte sich ein Wanderer zu ihnen. „Geht ihr nach Emmaus?“, fragte er.
„Ja, du kannst gerne mit uns zusammen dort hingehen“, antworteten sie.
„Das mache ich gerne.“ Nun waren sie zu dritt auf ihrem Weg. Der Wanderer fragte sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr da redet?“
Da blieben die zwei Freunde traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – meinte traurig: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“
Der Fremde fragte: „Was denn?“
„Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Und er war unser Freund. Aber er wurde verurteilt und ans Kreuz geschlagen. Wir hatten gehofft, dass er der Erlöser sei. Aber da haben wir uns wohl getäuscht. Heute ist schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, aber da war sein Leichnam weg. Sie erzählten, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Traurig schüttelte Kleopas den Kopf.
So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Als der fremde Wanderer weitergehen wollte, luden sie ihn ein, zu bleiben.

Und dann geschah es, als er mit ihnen am Tisch saß.
Der Fremde nahm das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen.

„Das kann doch nicht …!“
„Wie kann das sein?!“

Plötzlich erkannten sie den Wanderer. Wer es wohl war?

 

Obwohl er die ganze Zeit mit ihnen gegangen war, erkannten sie ihn nicht. Den ganzen Weg war er an ihrer Seite. Er war da!

Ob das auch bei uns so ist?

Vielleicht geht Jesus auch den ganzen Weg mit uns. Ist da. Unser ganzes Leben lang. Den ganzen langen Weg.
Aber wir erkennen ihn einfach nicht. Gehen nur mit gesenktem Kopf stur den Weg entlang. Ohne Seitenblick, ohne inne zu halten.

Die Jünger erkennen Jesus erst, als er das Brot bricht. Sie erkennen ihn in einem seiner Zeichen. Einer seiner Spuren.

Ob das auch bei uns so ist?

Ich denke an meine bisherige Suche zurück. An all die Spuren, die ich bereits gefunden habe …

Die Ostertage neigen sich dem Ende zu. Langsam kehre ich in meinen Alltag zurück. Aber es hat sich etwas verändert.

In der Osternacht, da konnte ich es spüren: Er ist wirklich da! Es lohnt sich!

 

Noch eines möchte ich euch mit auf den Weg geben:

Erinnert ihr euch noch an das Mosaik auf dem Stein-Hügel in der Fußgängerzone?
Dort, wo ich meine Suche begonnen habe.
Eigentlich sind es nur viele kleine, einfache Steine. Aber zusammen ergeben sie ein Bild.
So wie eure Blume nun ein Teil der Wiese ist. Sie gehören zusammen. Ein Teil des großen Ganzen. Gemeinschaft. In Gott.

Das Mosaik – das erste Zeichen auf meiner Suche.
Die Blumenwiese – das letzte Zeichen auf meiner Suche.

Alpha und Omega. Anfang und Ende. Ein weiteres Zeichen?

 

Meine Suche nach Gott ist noch lange nicht zu Ende. Ich hoffe, auch ihr werdet immer wieder die kleinen und großen Spuren finden und ihm weiter nachspüren.

Ich bleibe zu erreichen per E-Mail an junge.kirche@stclemens-kaldenkirchen.de.

Vielen Dank für eure wunderbaren Ideen!

Ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen!

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