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Kinderkirche im Mai

Mutter Gottes, du bist auch Mutter für uns

Der Monat Mai gilt als der schönste Monat des Jahres. Die Sonne scheint, sie wärmt die Erde, aus der die Pflanzen und Blumen  wachsen und man hört früh morgens schon die Vögel zwitschern.

Die Menschen haben diesen schönen Monat Mai der Muttergottes geweiht. Darum sind die Marienbilder und Statuen besonders geschmückt. Auch wir  wollen heute in ganz besonderer Weise an Maria denken und zu ihr beten.

Maria ist kostbar für unseren Glauben, weil sie als einfacher Mensch Gott so nahe sein durfte und sogar zur  Mutter für Gottes Sohn bestimmt war. Darum haben die Menschen immer schon Maria verehrt und sie mit  Worten geschmückt um auszudrücken, wie sehr sie Maria schätzen:

 

Gebet:

Maria, Gottes Engel ist dir begegnet. Er sagte: „Der Herr sei mit dir.“
Du hast Gottes Wort geglaubt und vertraut. Dieses Vertrauen ist uns kostbar wie eine Blume.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

Maria, du warst arm und hast Jesus in einem Stall geboren.

Du hast dich Gott anvertraut und bist in schwierigen Momenten nicht verzweifelt. Diese Stärke ist uns kostbar wie ein Schatz.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

Maria, du hast aufmerksam auf das gehört, was Jesus hat.

Du warst ganz Ohr für die Botschaft Jesu und hast alle seine Worte in deinem Herzen bewahrt. Dein Vorbild ist kostbar wie die Sterne des Himmels für uns.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

Maria, du bist mit Jesus gegangen, sogar bis zum Kreuz hast du ihn begleitet.

Wir danken für die Menschen, die uns begleiten. Sie sind kostbar wie eine Perle für uns. Du bist wie eine Perle für uns, du unsere Fürsprecherin.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

Maria, du warst dabei als Jesus den Freunden erschien. Du bist Zeugin der Auferstehung geworden.

Dein Zeugnis und dein Glaube sind kostbar wie die wärmende Kraft der Sonne für uns.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

Maria,  immer wieder kommen die  Menschen mit ihren Sorgen und ihrem Leid zu dir. Sie beten und bitten um deinen Schutz. Du bist wie eine Mutter für alle Menschen und als solche trägst du auch unsere Bitten zu Jesus, deinem Sohn. Du bist unsere Fürsprecherin. Darum bist du für uns so kostbar, so groß und erhaben, so wundervoll und prächtig. Du bist unsere Mutter im Himmel.

Maria, wir rufen zu dir, Mutter Gottes, wir rufen zu dir.

 

Fürbitten:

Guter Gott, du bist unser Vater, der uns liebt. Wir preisen dich. Du hast uns Maria zur Mutter gegeben. Als Fürsprecherin trägt sie unsere Bitten zu dir. Wir vertrauen, dass du uns hörst: 

  • Die Sonne der Liebe Gottes scheint auch in unser Leben. Lass uns auf diese Sonne aufmerksam werden und auf die Worte Gottes vertrauen.
  • Die Gnade Gottes hat auch uns viele Fähigkeiten geschenkt. Lass sie uns nutzen und einsetzen für unser Leben und das Leben so vieler Menschen, die unsere Hilfe brauchen.
  • Maria ist ein großes Vorbild im Glauben für uns. Ermutige auch uns, gerne und mit Freude über unseren Glauben zu reden.
  • Maria hat sich immer um die Anliegen der Menschen gekümmert. Wir bitten für alle Kranken und alten Menschen. Wir bitten für alle Menschen, die in besonderer Weise unter der Corona-Pandemie leiden, dass sie nicht alleine gelassen werden und Hilfe erfahren.

Gott, unser Vater, lass uns auf die Fürsprache Marias hin, zu schönen Blumen in deinem Garten werden  –   zu kostbaren Schätzen für andere  -zu einem leuchtenden Stern für alle, die unsere Hilfe brauchen. Darum bitten wir, durch Christus unseren Herrn. Amen.

 

Gebet zu Maria:  Engel des Herrn

 Foto privat         

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing vom Heiligen Geist. (Vgl. Lk 1,28–35 EU)

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe nach deinem Wort. (Lk 1,38 EU)

Gegrüßet seist du, Maria …

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. (Joh 1,14 EU)

Gegrüßet seist du, Maria …

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten!

Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.

Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  
Amen.

Kinderkirche – Jesus erscheint am See

Liebe Kinder, liebe Familien,       

heute möchte ich mit euch eine weitere Geschichte zukommen lassen, die vom Leben der Jünger nach Ostern erzählt. Es geht um eine Geschichte, die Du eigentlich kennst, erst recht, wenn du dir die Bilder anschaust. Wenn Du diese Bilder siehst, wirst Du sagen: Kenn‘ ich doch schon! Hatten wir schon!

Da ist zuerst das Bild von dem Boot voller Fische, den beiden Männern, die das volle Netz in ihren Händen halten.

Als Zweites gibt es ein „Hell – Dunkel“- / „Schwarz-Weiß“-Bild, auch mit Boot, Netz, Fischen, Leuten mit starken Armen und Händen.

Diese beiden Bilder kennst Du aus dem Schulgottesdienst und aus der Kommunionmappe.

Erinnerungsstichwort dazu: „Menschenfischer“ – schon weiß jeder worum es geht. Dieses Wort sagt Jesus, als er zum ersten Mal seine Freunde trifft. Er gibt ihnen damit eine neue Aufgabe: vom Fischer auf dem See zum Menschenfischer. In der Bibel findest du diese Geschichte beim Evangelisten Lukas (Kap. 5, 1 -11).

Nach Ostern hören wir diese Geschichte wieder ganz neu.

Auch die Freunde von Jesus brauchen diese Erinnerung. Nach dem Tod von Jesus gehen sie an den See zurück, den See von Genezareth. Dort versuchen sie das zu machen, was sie früher jede Nacht getan haben, Fische fangen von ihren Booten aus. Aber das klappt nicht. Die ganze Nacht kein einziger Fisch!

Wir wollen nun die Geschichte aus der Neukirchener Kinderbibel anschauen.

 

Wir zünden dazu eine Kerze an und sprechen gemeinsam:

„Licht macht es hell um uns.
Licht macht es hell in uns.
Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin das Licht der Welt.“

 

Die Geschichte ist überschrieben mit: „Jesus erscheint am See“

„Als sie nicht mehr weit vom Land entfernt waren, sahen sie am Ufer einen Mann. Es schien, als wartete er auf sie. „Ihr Freunde“, rief der Mann ihnen zu, „habt ihr nichts zu essen?“ „Nein, nichts, gar nichts“, sagten sie traurig und zeigten auf ihr leeres Netz. „Versucht es noch einmal!“, rief der Fremde. „Aber werft diesmal das Netz auf der rechten Seite aus! Dann wird es euch gelingen.“ Die Jünger sahen den Fremden verwundert an. Wusste er nicht, dass am Morgen keine Fische ins Netz gingen?

Zögernd nahmen sie das Netz und warfen es aus, wie der Fremde gesagt hatte. Doch plötzlich – was war das? Das Netz füllte sich. Es zuckte, es zappelte. Es wimmelte nur so von Fischen. Die Jünger zogen und zerrten. Aber das Netz war zu schwer. Sie konnten es nicht in ihr Boot ziehen.

Da ahnten sie auf einmal, wer dort am Ufer stand. „Es ist der Herr“, sagte Johannes leise zu Petrus. Ja, jetzt sah es auch Petrus: Es war wirklich Jesus, ihr Herr! Schnell raffte er seinen Mantel und sprang ins Wasser, um als erster bei Jesus zu sein. Die anderen Jünger folgten im Boot.

Am Ufer wartete Jesus schon auf sie. Er hatte ein Feuer angezündet und Brot und Fisch darauf geröstet. „Nun bringt die Fische her, die ihr gefangen habt!“, sagte Jesus zu ihnen. Da zog Petrus das Netz ans Land und zählte die Fische. 153 Fische waren ins Netz gegangen. Und dennoch war das Netz nicht gerissen.

„Kommt“, bat Jesus, „setzt euch zum Mahl! Es ist alles bereit.“ Da setzten sich die Jünger zu ihm ans Feuer. Und Jesus nahm das Brot und den Fisch und teilte aus an sie alle. Still saßen sie da und aßen und schauten auf Jesus, wie er das Brot brach. Niemand fragte: „Wer bist du?“ Nun wussten es alle.“

(Johannes 21)

Ausmalbild

 

So erkennen sie Jesus wieder. Das Feuer, der Fisch, das Brot erinnern sie. Sie essen miteinander und jeder weiß: Jesus ist bei uns. Er lebt. Er geht mit uns!   

Aber sie werden von ihm noch an etwas anderes erinnert. Er hat uns doch eine Aufgabe gegeben: Menschen fischen! Damit alle Menschen nicht mehr im Dunkeln leben müssen! Wir alle sollen in seinem Licht leben. Das ist unsere Zukunft. Das Feuer von Gott soll in uns brennen. Wir sollen das Licht des Lebens weitergeben. Und wir sollen immer das Brot mit ihm und miteinander teilen.

In unseren Gedanken sind wir jetzt mit allen Menschen verbunden, die dieses Licht des Lebens jetzt ganz besonders brauchen:

  • Wir denken an die Familien, die Sorgen haben, weil sie nicht wissen, wie es weitergehen soll.
  • Wir denken an die alten Menschen, die sich alleine und hilflos fühlen.
  • Wir denken an alle Menschen, die Angst haben.
  • Wir denken an alle, die Verantwortung tragen und in dieser Zeit wichtige Entscheidungen treffen müssen.
  • Wir denken an unseren Papst Franziskus, dass er gesund bleibt und weiter viele mutige Schritte gehen kann.
  • Wir denken an alle armen Menschen, an die Flüchtlinge, an die Menschen, die unter Krieg und Hunger leiden.

Beten wir das Gebet, das Jesus uns selber beigebracht hat und sprechen:

Vater unser im Himmel….

 

Gebet

Guter Gott, manchmal geht es uns wie den Jüngern. Wir sind traurig und mutlos. Unsere Netze sind leer. Wir vertrauen zu wenig, dass du immer bei uns bist und uns stärkst mit deinem Wort. Fülle unsere Netzte, fülle unsere Herzen. Lass uns vertrauen und hilf uns, dass wir zu Menschenfischern werden können, die von deiner Liebe und Hoffnung erzählen und für die da sind, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Sei du unser Licht in diesen Tagen, darum bitten wir dich, durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen

 

Noch ein Tipp für euch was: Im Internet gibt es ein ganz tolle Serie für Euch – Willi Weitzel, aus „Willi will’s wissen“ ist diesmal nicht in irgend einem fernen Land für das Kindermissionswerk und die Sternsinger unterwegs. Er hat sich ganz viele Sachen ausgedacht, um euch zu Hause viel Freude zu bereiten. Was er so alles macht und anbietet, findest du im „You Tube – Kanal der Sternsinger“ oder auf der Seite des Kindermissionswerkes www.sternsinger.de . Schau mal rein, das lohnt sich wirklich!

Kinderkirche nach Ostern

Kinderkirche nach Ostern

„Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa.“ Mt 28, 7b

Hallo liebe Kinder und Familien, ich grüße euch ganz herzlich von zu Hause aus. In Gedanken, bin ich ganz viel bei euch. In diesen Tagen denken wir alle immer viel darüber nach, was in den letzten Tagen und Wochen so passiert ist, was so ganz anderes ist wie sonst. Manches davon stimmt uns dabei auch ganz traurig. Vielleicht verstehen wir auch gar nicht, warum das alles jetzt so sein muss.

Kerze:
Wir wollen eine Kerze anzünden und dabei an das Licht der Osterkerze denken. Es ist das Licht des auferstandenen Herrn, der unser Leben hell machen möchte.

Und so können wir sprechen, wie wir das immer tun, wenn wir zusammen sind:
Licht macht es hell um uns.
Licht macht es hell in uns.
Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin das Licht der Welt“.

Wenn ich in der Bibel nachlese, wie es mit den Jüngern nach Ostern so weiter ging, dann stelle ich fest, dass es den Freunden von Jesus damals auch nicht viel anders ergangen ist, wie uns heute.

Wir wollen mal zusammen in die Geschichte hineinschauen:

Jesus erscheint den Jüngern (Neukirchener Kinderbibel , Kap 62, Johannes 20, 24 ff.)

Es war Abend geworden. Zwei Männer wanderten von Jerusalem zu dem kleinen Dorf Emmaus. Sie waren Freunde Jesu gewesen. Traurig gingen sie nebeneinander her und unterhielten sich miteinander.

„Nun ist alles vorbei“, klagte der eine. „Jesus, unser Lehrer, ist tot. Wir aber hatten gehofft, er würde unser König werden.“ „Ja“, fiel der andere ein. „Warum musste Jesus sterben? Wir werden es nie begreifen.“

Als sie so redeten, holte ein Fremder sie ein. Erst bemerkten sie ihn gar nicht. So sehr waren sie in ihr Gespräch vertieft. Doch der Fremde sprach sie an: „Von wem redet ihr? Warum seid ihr so traurig?“

Verwundert blieben die beiden stehen. „Wie?“, fragten sie erstaunt. „Du weißt nicht, was in Jerusalem geschehen ist?“ „Was denn?“, entgegnete der Fremde. Da fingen die beiden an zu erzählen:

„Kennst du Jesus von Nazareth? Er wurde zum Tode verurteilt und ans Kreuz gehängt wie ein Verbrecher. Aber er war kein Verbrecher. Er hat nur Gutes getan. Und wir hatten gehofft, er sei der Retter und werde unserem Volk helfen. Doch nun ist er tot, schon den dritten Tag. Aber stell dir vor: Heute Morgen kamen Frauen, die erzählten: ,Jesus lebt! Sein Grab ist leer.‘ Doch wir wissen nicht, was wir davon halten sollen.“

„Ach ihr!“, rief der Fremde. „Warum wollt ihr nicht glauben, was doch schon die Propheten vorausgesagt haben? Musste es nicht so geschehen? Wenn Jesus der Retter ist, musste er dann nicht leiden und sterben und auferstehen?“

Und er erklärte ihnen alles, was in der Heiligen Schrift über den Retter stand. Die beiden hörten aufmerksam zu. Wie lebendig der Fremde die Schrift auslegte! Ganz anders als ihre Gelehrten! So etwas hatten sie noch nie gehört. Wer konnte dieser Fremde nur sein?

Es war schon spät, als sie endlich in Emmaus ankamen. Die Sonne ging bereits unter. Da nahm der Fremde Abschied und wollte weiterziehen. Aber die beiden drängten ihn: „Zieh bitte nicht weiter! Bleibe bei uns! Denn bald wird es Nacht.“ Da ging der Fremde mit in ihr Haus und setzte sich mit ihnen zu Tisch.

Und er nahm das Brot, dankte Gott, brach es und gab es den beiden. Die aber starrten ihn an mit aufgerissenen Augen. Mit einem Mal begriffen sie, wer da bei ihnen saß: Jesus war es, ihr Retter und Herr! Leibhaftig saß er vor ihnen. Er lebte! „Jesus“, wollten sie rufen, „bist du es wirklich?“ Aber da war Jesus nicht mehr zu sehen.

Die beiden sahen sich betroffen an. „Wie ist das nur möglich?“, fragten sie sich. „Den ganzen Weg ging Jesus mit uns. Aber wir haben ihn nicht erkannt. Und doch! Wie ging uns das Herz auf, als er mit uns sprach und uns die Heilige Schrift erklärte!“

Da hielt es die beiden nicht mehr in ihrem Haus. Sofort standen sie auf und eilten noch am selben Abend nach Jerusalem zurück. Dort liefen sie zu dem Haus, wo die Jünger versammelt waren, klopften an die Tür und riefen: „Macht auf! Wir sind es, die Freunde aus Emmaus. Wir haben gute Nachricht für euch.“ „Wir auch“, riefen die Jünger ihnen entgegen. „Jesus ist auferstanden! Er ist Petrus erschienen.“ „Ja“, fielen die beiden ein, „er ist wahrhaftig auferstanden!“ Und sie erzählten voll Freude, was sie auf dem Weg erlebt hatten und wie Jesus das Brot für sie gebrochen hatte.

Ausmalbild zur Emmaus-Geschichte

 

Herr Jesus, du bist für uns gestorben.
Herr, erbarme dich.

Herr Jesus, du bist am dritten Tage auferstanden.
Christus, erbarme dich.

Herr Jesus, du bist jetzt mitten unter uns.
Herr, erbarme dich.

 

„Christ ist erstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Er erwartet uns in Galiläa“

Das ist die wichtigste Botschaft von Ostern. Wir alle leben nun in der Zeit nach Ostern. Wir haben gehört, dass Jesus von den Toten erstanden ist – der Engel hat es den Frauen verkündet. Aber das ist gar nicht so leicht zu verstehen. Wo ist Jesus? Wo können wir ihn finden, ihm begegnen? Wo ist für uns Galiläa?

Und diese Frage stellen wir uns in einer Zeit, in wir alle zu Hause bleiben müssen damit nicht zu viele Menschen krank werden. Dabei denken wir vor allem an die kranken und alten Menschen, an die vielen armen Menschen, die auf den Straßen dieser Welt leben, denn für sie ist eine Erkrankung an Corona besonders gefährlich.

Wie können wir gerade jetzt dem auferstandenen Jesus begegnen?

Wo ist Galiläa?

Wir finden ihn in jedem freundlichen Wort, in jeder liebevollen Geste, in der Geduld, in der Barmherzigkeit jedes einzelnen Menschen. WIR FINDEN IHN IN DEN GESTEN DER LIEBE UNTEREINANDER. Gerade jetzt, indem wir Rücksicht nehmen und zu Hause bleiben.

Wir finden ihn in unseren Gebeten für alle, die leiden, für alle die sterben. Und so wollen wir beten.

 

Guter Gott, du willst allen Menschen nahe sein, die dich brauchen.

Wir bitten dich:

  • Viele Menschen sind auf dem Weg und suchen dich. Herr, bleibe bei ihnen.
  • Viele Menschen sind enttäuscht und verzweifelt. Herr, bleibe bei ihnen.
  • Viele Menschen leben in Angst und Ungewissheit. Herr, bleibe bei ihnen.
  • Viele Menschen sind alleine und ohne Hoffnung. Herr, bleibe bei ihnen.
  • Viele Menschen leiden. Sie sehnen sich nach Frieden, nach etwas zu essen, nach Hilfe. Herr, bleibe bei ihnen.

 

Guter Gott, du bist unser Licht und unsere Hoffnung. Sei allen Menschen nahe und schenke der Welt deinen Frieden.

Darum bitten wir Jesus Christus unsern Herrn. Amen.

Beten wir gemeinsam: Vater unser im Himmel……

 

Am Ende fällt mir noch euer Lieblingslied ein:

Irisches Segenslied – Melodie: Markus Pyt

Liedtext

  1. Möge die Straße uns zusammenführen
    und der Wind in deinem Rücken sein;
    sanft falle Regen auf deine Felder
    und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Refrain: Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.

  1. Führe die Straße, die du gehst
    immer nur zu deinem Ziel bergab;
    hab wenn es kühl wird, warme Gedanken
    und den vollen Mond in dunkler Nacht.
  2. Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
    habe Kleidung und das täglich Brot;
    sei über vierzig Jahre im Himmel,
    bevor der Teufel merkt du bist schon tot.
  3. Bis wir uns mal wiedersehen,
    hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
    er halte dich in seinen Händen,
    doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.

Dieses Lied kann uns gerade jetzt begleiten und uns helfen. Wir werden uns alle wiedersehen. Bis dahin seid alle behütet und gesegnet von Gott, der seine schützende Hand über uns hält.

Und so segne uns alle der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Oster-Specials von Rainer Oberthür

Angesichts des Ausfalls aller Gottesdienste und Zusammenkünfte in den Gemeinden und im Religionsunterricht biete ich meine meine „Ostererzählung“ als Youtube-Video an. Dankenswerterweise bekam ich hierfür die Zusage vom Gabriel-Verlag. Das Video – erstellt mit Hilfe meines Sohnes Daniel in Spanien – steht seit Freitag für eine begrenzte Zeit zur Verfügung und wird erfreulich oft aufgerufen, was die große Sehnsucht in den Familien widerspiegelt, das Osterfest nicht ausfallen zu lassen, vielleicht daheim sogar intensiver zu begehen als sonst.

https://www.youtube.com/watch?v=xL6EYH2pzvg

Bereits am letzten Mittwoch habe ich ein „Oster-Special für alle im Haus“ auf meiner Homepage eingestellt, mit einem Einführungstext und 13 Downloads sowohl für die Familie, aber natürlich auch für Religionsunterricht und Gemeinde, wenn es dort weitergeht …

http://www.rainer-oberthuer.de/material/

Herzlich dankt und grüßt Sie und wünscht Glück, Gesundheit und Geduld sowie ein frohmachendes und sinnstiftendes Osterfest, trotzdem und jetzt erst recht,

Ihr Rainer Oberthür

Kinder-Bibel-Woche@home

Viele Gemeinden planten für die Osterferien eine große Kinderbibelwoche. Alles musste abgesagt werden.Jammerschade! Wir haben uns nun überlegt, statt der KiBiWo im Gemeindehaus eine KiBiWo@Home – die Kinderbibelwoche für zu Hause zu entwickeln. Das kann zwar keine richtige KiBiWo ersetzen, ist aber besser als nix! Die Daten:
– 15., bis 17. April
– jeweils 9.30 Uhr
– mit ca. 30-minütigen Videos
– auf www.kircheunterwegs.de geht die „KiBiWo@home“ auf Sendung!

Aus einem Wohnzimmer in Ihre Wohnzimmer: Lieder, Bibel-Geschichten, Gebet, spielen und basteln sowie mit Leseratte und Naseweis und dem Thema „Meine Welt ist voller Fragen“.

Wir wünschen Ihnen Gottes Geleit durch diese besonderen Zeiten.

Ihre Kirche Unterwegs
Friedemann Heinritz und Manfred Zoll

Kinderkirche – Jesus zieht in Jerusalem ein

Kinderkirche zu Palmsonntag – Jesus zieht in Jerusalem ein

Mit dem heutigen Sonntag beginnt die Karwoche. Das Wort Karwoche kommt von dem althochdeutschen Wort „Kara“ und bedeutet: Trauer und Klage und drückt aus, was Jesus und seinen Jüngern in den Tagen vor Ostern widerfahren ist. Es beginnt eine heilige Woche, in der wir besonders aufmerksam den Weg Jesu betrachten und in unseren Gedanken mitgehen. Es ist sein letzter Weg. Wir wollen heute schon anfangen über diesen Weg Jesu nachzudenken.

Jesus zieht durch die mächtigen Tore hinein in die große Stadt Jerusalem. Wir wollen ihn begleiten. Mit seinem Zeichen wollen wir uns jetzt bezeichnen und sprechen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir zünden eine Kerze in unserer Mitte an und sprechen gemeinsam:

Licht macht es hell um uns.

Licht macht es hell in uns.

Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin das Licht der Welt“

Wir hören heute davon, wie Jesus in Jerusalem einzieht. Die Menschen damals warteten auf einen neuen König, der kommen soll und der alles neu und anderes machen soll, einen König der von Gott gesandt ist, einen Retter.

Aber Jesus war kein König, wie die Leute ihn sich damals vorgestellt hatten. Er war kein König mit Waffen und Soldaten.

Jesus ist ein Friedenskönig, der auf einem einfachen Esel reitet. Er braucht auch kein Schloss und keine Soldaten. Er nennt uns Jünger, Freunde. Sein Reich ist ein Reich der Liebe, des Friedens und der Freundschaft. Wir wissen das und dennoch machen wir immer wieder Fehler. Aber zu Gott dürfen wir immer kommen, auch mit unseren Fehlern und Schwächen:

  • Manchmal gefährden wir die Gemeinschaften, in denen wir leben, weil wir uns nicht einreihen wollen, weil wir aus der Reihe tanzen. Wir wollen Könige sein und sind es doch nicht. Gerade jetzt können wir füreinander da sein und so das Zusammenleben aller Menschen auf dieser Welt stärken.

Herr, erbarme dich.

  • Manchmal gefährden wir unserer Zusammenleben, weil wir nicht freundschaftlich und fair miteinander umgehen. So erging es auch Jesus, er wurde zuerst gefeiert und dann gekreuzigt.

Christus, erbarme dich.

  • Wie oft leben wir, als ob es die anderen um uns herum nicht gibt, wir denken nur an uns selbst. Jesus macht uns zu seinen Jüngern, damit wir nach seinem Beispiel leben und uns einsetzen gegen Ungerechtigkeit, Armut und Unterdrückung in unserer Welt, so wie er es uns vorgelebt hat.

Herr, erbarme dich.

Guter Gott, verzeih‘ uns unsere Fehler und nimm unsere menschlichen Schwächen an. Hilf uns, dass wir als Freunde und Jünger Jesu leben und ihm folgen. Amen

 

Gebet

Gott, du bist groß, du bist ohne Anfang und Ende. Dein Sohn Jesus hat ganz so gelebt, wie es deinem Willen entsprach. Er ist Mensch geworden wie wir. Er hatte viele Freunde, aber auch mächtige Feinde. Deshalb wurde er zum Tod verurteilt und ist für uns, für alle die unterdrückt werden und Not leiden, am Kreuz gestorben. Guter Gott, das alles hat dein Sohn auf sich genommen, um uns einen Weg zu dir zu zeigen. Hilf uns, dass wir ihm auf dem Weg der Liebe nachfolgen. Auch wenn das nicht immer so leicht ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Hier nun die Geschichte von Palmsonntag für euch:

Einzug in Jerusalem

Bibeltext: Mt 21,1-11, Mk 11,1-11, Luk 19,28-40; Joh 12,12-19 (Sach. 9,9)

„Ja, lasst uns nach Jerusalem gehen!“, „Auf, wir wollen nach Jerusalem!“Das hörte man im ganzen Land Israel. Bald war das Passahfest und da wollte jeder in Jerusalem sein. Viele Menschen aus dem ganzen Land waren unterwegs. Es war manchmal ein schwieriger Weg, aber dann, wenn man auf dem Ölberg ankam, dann sah man Jerusalem. Und den Tempel. Hier wollten die Leute hin und Gott anbeten.

Es war eine ausgelassene Stimmung, jeder wollte feiern. Es wurde viel gesungen. Aber sie wurden auch oft daran erinnert, dass sie keinen eigenen König hatten. Die Römer regierten im Land, überall waren Soldaten zu sehen. Die Soldaten achteten darauf, dass gerade beim Fest keine Unruhen entstanden. Einen eigenen König in Israel gab es schon lange nicht mehr. Wenn sie doch einen eigenen König hätten, das wäre schön. Dann wären sie frei. Gott hatte es doch in seinem Wort versprochen, dass sie wieder einen König bekommen würden. Wann würde er kommen? So fragten sie sich immer wieder. Aber trotzdem feierten sie und freuten sich auf Jerusalem. Auch die Jünger waren mit Jesus auf dem Weg. Sie wollten auch nach Jerusalem. Natürlich freuten sie sich auf das Fest wie alle anderen. Aber immer wieder mussten sie an das denken, was Jesus vorher gesagt hatte. „Wir gehen nach Jerusalem und dort werden sie mich töten.“ Was genau Jesus damit meinte, das verstanden sie nicht. Er konnte doch nicht sterben, er war doch ihr Lehrer. Er war von Gott gesandt und war er nicht vielleicht auch der König, der dem Land Frieden bringen würde? Mit diesen Gedanken zogen sie nach Jerusalem.

Als sie am Ölberg angekommen waren, sahen sie von weitem den Tempel. Jesus wandte sich an zwei seiner Jünger. „Seht ihr das Dorf dort drüben? Geht hinein und dort werdet ihr einen Esel angebunden sehen und daneben das Junge von der Eselin. Bringt es mir!“ Vielleicht haben die Jünger gefragt: „Aber wir können den Esel doch nicht einfach mitnehmen, er gehört uns doch nicht.“ „Wenn euch jemand fragt, warum ihr den Esel mitnehmt, dann sagt: Der Herr braucht ihn und wird ihn wieder zurückschicken.“ Die Jünger fragten nicht weiter. Sie taten einfach, was Jesus gesagt hatte und zogen los. Als sie im Dorf angekommen waren, schauten sie sich um. Tatsächlich, genau wie Jesus gesagt hatte, dort war der Esel. Und daneben das Fohlen des Esels.

Jesus wusste es, obwohl er nicht in dem Dorf gewesen war. Jesus weiß alles. Er ist der König der Welt, der alle Macht hat. Er hat auf der Erde als Mensch gelebt, aber er war trotzdem der König der Welt. Ein König ist mächtig, aber Jesus ist nicht nur mächtig, er ist der König aller Könige, er ist allmächtig.

Das hatten die Jünger schon oft erlebt. Und jetzt wieder. Dort war der Esel. Als sie ihn losbinden wollten, fragten die Leute, warum sie das taten. „Der Herr braucht ihn!“ erklärten die Jünger. So durften sie den Esel mitnehmen. Die Leute hatten wahrscheinlich schon von Jesus gehört. Überall hatte man ja schon von ihm gehört und davon, was er alles getan hatte. Und jetzt brauchte Jesus den Esel. Also gaben ihn den Jüngern mit.

Jesus ist der König, dem alles gehört. Die Jünger sind ihm gefolgt und diese Leute haben ihm ihren Esel gegeben.

Wer ist Jesus für dich? Ist er der König, der dein Leben bestimmen darf? Oder ist dir egal, was Jesus sagt und von dir möchte?

Die Jünger brachten den Esel zu Jesus. Dann legten sie Kleidung darauf, sodass Jesus sich darauf setzen konnte. Es waren viele Leute dort, die Jesus folgten und mit ihm zogen. Viele waren auf den Weg nach Jerusalem. Plötzlich hörte man ein Rufen und Jubeln. Es war so üblich, dass die Menschen in Jerusalem die Gäste mit Jubeln begrüßten, die zum Fest kamen. Aber das Jubeln jetzt war noch etwas anders. Es klang so, als wenn jemand einen König begrüßt. Was riefen sie denn dort? „Hosianna!“ das heißt „Hilf uns!“ „Hosianna dem Sohn Davids. Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel.“ „Sohn Davids?“ wer war das? Ein Nachkomme des großen Königs David. Wisst ihr, wer so bezeichnet wird? Genau, Jesus. Die Menschen riefen Jesus zu. „König von Israel!“ riefen sie ihm zu. Und immer wieder „Hosianna“. Hosianna – hilf uns – kümmere dich um uns – sei für uns da – sei du unser König.

Jesus, der König kam nach Jerusalem. Viele Menschen hatten schon von ihm gehört. Sie hatten gehört, wie er Wunder getan hatte. Sie hatten gehört, dass er sogar Menschen wieder lebendig machen konnte. Er hatte Lazarus vom Tode auferweckt. Jetzt sollte Jesus König sein. Der König, der wieder über Israel regiert. Sie jubelten Jesus zu. Dann legten sie ihre Kleider auf dem Boden vor Jesus hin. Wisst ihr, was man heute macht, wenn wichtige Leute kommen? Man legt einen roten Teppich aus. Genau so etwas taten die Menschen für Jesus. Es war kein roter Teppich, aber es waren ihre Mäntel. Einige hatten Palmzweige dabei, damit winkten sie Jesus zu und legten sie auch vor ihm auf den Boden, so dass Jesus darüber reiten konnte. Jesus der König kam nach Jerusalem. Mit großem Jubel wurde er begrüßt.

Wie nimmst du Jesus auf? Was denkst du über Jesus?

Jesus ist der König, auch heute. Er ist der König aller Könige, der Herr aller Herren, viel mächtiger als jeder König auf Erden. Die Menschen damals verstanden nicht, was für ein König Jesus wirklich sein wollte. Sie dachten, er ist der König, der jetzt wieder über Israel regieren wird, damit sie nicht mehr von den Römern regiert würden. Er würde Frieden bringen. Jesus ritt auf einen Esel. Wenn Könige eine Stadt einnahmen, dann ritten sie auf einem Pferd hinein. Aber Jesus ritt auf einen Esel. Das hieß, dass er Frieden bringt und nicht Krieg. Aber er kam nicht, um Frieden für ein Land zu bringen, sondern um jeden Menschen Frieden mit Gott zu bringen. Jesus will nicht über ein Land regieren, sondern in deinem Herzen.

Lässt du ihn dort regieren?

Wenn Jesus noch nicht dein Leben regiert, dann nimmt ihn doch als deinen Herrn an. Du kannst beten: Herr Jesus, du bist der allmächtige König. Komm du auch in mein Leben. Ich möchte für dich leben und ich möchte, dass du der Herr in meinem Leben bist.

Die Menschen jubelten und wollten Jesus als König. Jesus wusste, dass sie es falsch verstanden, aber trotzdem war er ja König. Er war es wert, dass man ihn anbetete und bejubelte. Deshalb ließ er es auch zu. Die Menschen freuten sich. Ich denke, dass immer mehr Menschen dazu kamen und Jesus sehen wollten. Es war weit bis in die Stadt hinein zu hören.

Aber nicht alle freuten sich. Die Pharisäer waren wütend. Warum wird um diesen Jesus so ein Lärm gemacht? Er ist doch auch nur ein Mensch, dachten sie. Sie wollten nicht glauben, dass Jesus der König der Welt ist. Die Pharisäer schimpften: „Jesus, sage deinen Jüngern, sie sollen ruhig sein!“ „Nein,“ antwortete Jesus „Sie sollen erzählen, was sie mit mir erlebt haben. Und wenn diese schweigen würden, dann würden die Steine schreien.“ Die Pharisäer gaben auf: „Das Volk ist auf Seiten von Jesus und läuft ihm hinterher, da können wir nichts tun.“

So zog Jesus in Jerusalem ein und wurde von den Menschen umjubelt. Später erinnerten sich die Jünger daran und es fiel ihnen noch etwas ein. „Steht dazu nicht etwas im Alten Testament?“ fragte einer. „Ja, genau, der Prophet Sacharja hat doch schon viele Jahre vor Jesus davon gesprochen.“ Vielleicht lasen sie dann zusammen den Vers:

(Sacharja 9,9) „Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“ Gott hatte es vorausgesagt und genau so war es auch eingetroffen.

Jesus ist König, er wurde als König in Jerusalem begrüßt.

Darf Jesus auch König in deinem Leben sein?

(entnommen aus: www.derKindergottesdienst.de, Palmsonntag )

 

Fürbitten

Guter Gott, Jesus war sich nicht zu schade, um auf einem Esel nach Jerusalem zu reiten. Er wollte den Menschen in ihren Sorgen und Nöten nahe sein. So vertrauen auch wir unsere Bitten an:

  • Gib uns den Mut, anderen zu dienen, für andere da zu sein, auch wenn wir manchmal dafür ausgelacht werden.

  • Gib uns ein Gespür dafür, was Andere brauchen und wie wir anderen Menschen helfen können, gerade jetzt in dieser besonderen Zeit, wo wir alle zusammenhalten müssen.

  • Gib uns den Mut, auch standfest und mutig zu sein und nicht immer zu meinen, den anderen hinterher laufen zu müssen, um anerkannt zu sein, erst recht dann, wenn wir dadurch unfair oder ungerecht handeln.

  • Gib uns Ideen und Träume und das Gespür dafür, wie wir diese Welt verändern können, damit es Frieden und Freundschaft unter den Menschen gibt und die Schöpfung bewahrt wird in dein Reich.

  • Wir bitten dich für alle Menschen, die unter der Coronakrise in besonderer Weise leiden und die ganz alleine sind.

  • Wir bitten dich für alle Kranken und Sterbenden. Stehe ihnen bei. Sei du Licht und Kraft für sie in schweren Stunden.

Du gehst alle unsere Wege mit. Du bist uns ganz nahe in deinem Wort. Dafür danken wir dir, heute und alle Tage unseres Lebens. Amen

 

Vater unser

 

Gebet

Herr, unser Gott, Hosianna riefen die Leute, die Jesus in Jerusalem entgegenliefen. Hosianna rufen auch wir. Rette uns Gott, das rufen auch wir.

Ihm zu Ehren tragen wir unsere Zweige in den Händen und stecken sie an die Kreuze und Bilder in unseren Häusern. Stärke unseren Glauben und unsere Hoffnung auf das Osterfest, auf das Fest der Auferstehung für alle Menschen.

 

Lied: Zeige uns den Weg (GL 795)

Kinderkirche – Die Auferweckung des Lazarus

Kinderkirche am 5. Fastensonntag – Die Auferweckung des Lazarus

Liebe Kinder, liebe Familien,

auch am heutigen Sonntag können wir mit unseren Gebeten und in unseren Gedanken miteinander verbunden sein.

Vielleicht habt ihr ja eine brennende Kerze vor euch auf dem Tisch stehen. In dieser Zeit ist sie in besonderer Weise ein Zeichen dafür, dass Jesus bei uns ist mit seinem Licht und so können wir zusammen sprechen, wie wir das immer tun, wenn wir Gottesdienst feiern:

Licht macht es hell um uns,
L
icht macht es hell in uns,
Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin das Licht der Welt“.

 Wir sind mit dem heutigen fünften Fastensonntag, dem Osterfest schon ganz nahe gekommen. Wir stehen aber noch vor den Toren Jerusalems.

Wir sind in der Nähe einer Höhle, an einer in den Fels geschlagenen Nische, die als Grabstätte für die Toten genutzt wurde. So sah zur Zeit Jesu in Jerusalem ein Grab aus. Das siehst du auch auf dem Bild.

Heute hören wir im Evangelium, dass Jesus seinem Freund Lazarus neues Leben schenkt.

Hier nun die Geschichte aus dem Evangelium für euch:

Eines Tages wurde Lazarus, der Bruder von Maria und Martha, schwer krank. Kein Arzt konnte ihm helfen. Lazarus wurde schwächer von Tag zu Tag.“Ach wäre doch Jesus hier!“ seufzten Maria und Martha. „Er könnte Lazarus helfen.“

Aber Jesus war weit weg. Und niemand wusste genau, wo er sich aufhielt. Da schickten die Schwestern Boten zu Jesus, um ihn um Hilfe zu bitten.

„Lauft schnell!“ baten die Schwestern. „Sucht ihn und sagt ihm: ,Lazarus ,dein Freund ist sehr krank. Er wird bald sterben.´“

 Stunde um Stunde verstrich. Aber Jesus kam nicht. Ein Tag verging und noch einer. Nach zwei Tagen starb Lazarus. Er wurde am selben Tag begraben. Sie wickelten ihn in weiße Tücher, legten ihn in eine Grabhöhle und wälzten einen schweren Stein vor das Grab.

Nach vier Tagen kam endlich ein Bote, der meldete Marta: „Jesus kommt zu euch. Gleich ist er da.“ Als Marta das hörte, stand sie schnell auf und eilte Jesus entgegen.

„Herr“, rief sie, „wärest du doch hier gewesen! Ich weiß, dann wäre Lazarus am Leben geblieben. Aber auch jetzt glaube ich, dass du alles tun kannst, wenn du Gott darum bittest.“

„Marta“, sprach Jesus, „dein Bruder wird leben. Denn wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Glaubst du das?“

„Ja, Herr“, antwortete Marta. „Ich glaube, dass du der Retter bist, der Sohn Gottes.“

Schnell lief sie nach Hause, nahm ihr Schwester beiseite und flüsterte ihr zu: „Jesus ist da. Er ruft dich.“ Da stand auch Maria auf und eilte Jesus entgegen. Sie fiel vor ihm nieder, weinte und rief: „Ach Herr! Wärest du doch hier gewesen! Dann wäre Lazarus nicht gestorben.“

Als Jesus aber sie weinen sah, kamen auch ihm die Tränen. „Wo ist das Grab?“, fragte er sie. „Komm mit!“, sagten die beiden und führten ihn zu der Grabhöhle.

Da wurde Jesus plötzlich ganz ernst. Er zeigte auf den großen Stein, der vor dem Grab lag und er befahl: „Rollt den Stein weg!“

„Was hast du vor?“, rief Marta entsetzt. „Lazarus liegt schon vier Tage im Grab!“ Doch Jesus sprach: „Hast du vergessen, was ich dir gesagt habe?“

Da rollten ihre Freunde den Stein auf die Seite. Jesus aber stellte sich vor das offene Grab, schaute zum Himmel auf und betete:„Vater, ich danke dir, dass du mich hörst.“ Dann rief er laut in das offene Grab hinein:“Lazarus, komm heraus!“

Und wahrhaftig! Da kam Lazarus aus der Grabhöhle heraus, so wie er was, in Tücher gebunden. „ Nehmt ihm die Tücher ab!“, befahl Jesus den Leuten, die bei dem Grab standen.“ Und lasst Lazarus gehen!“

Aber die Leute wussten nicht, wie ihnen geschah. Zitternd gingen sie auf Lazarus zu, befreiten ihn von seinen Tüchern und führten ihn voll Freude nach Hause.

Von diesem Tag an glaubten viele an Jesus. Und sie erzählten überall weiter, was in Betanien geschehen war.

Als die Priester hörten, was die Leute erzählten, erschraken sie und dachten bei sich: „Bald glauben die Menschen diesem Jesus mehr als uns. Aber so weit darf es nicht kommen. Wir müssen ihn töten, so bald wie möglich, am besten noch vor dem Fest.“ (Johannes 11, Neukirchener Kinderbibel, Seite 242)

 

Wie können wir diese schöne Geschichte verstehen?

Ich glaube, dass wir wie Maria und Martha ganz fest auf Jesus vertrauen müssen. Das ist nicht leicht. Vielleicht gerade jetzt nicht, wo so vieles schwer ist, weil wir nicht nach draußen können, weil wir uns nicht mit anderen Treffen können, weil wir Opa und Oma nicht sehen können. Wir müssen trotzdem vertrauen und einen Weg suchen. Wir müssen Jesus zu uns rufen, damit er uns hilft. Wir können jetzt viel beten, auch für Menschen, denen es nicht so gut geht. Wir können an andere denken, die anrufen und Briefe schreiben, damit niemand alleine bleibt in diesen Tagen. wir wünschen euch viele gute Ideen, wie ihr gerade jetzt für andere da sein könnt und viel Freunde verschenken könnt. Und wenn ihr Lust habt, dann malt uns schöne Bilder, die wir an die alten Menschen zu Ostern weitergeben können. Steckt sie einfach in den Briefkasten vom Pfarrbüro. Vielen Dank für eure Hilfe.

 

Herr Jesus, dort wo Menschen in Ängsten leben sagst du: Habt Vertrauen!

Herr, erbarme dich.

Herr Jesus, dort wo Menschen sich schwach und erbärmlich vorkommen, sagst du: Richtet euch auf!                             

Christus, erbarme dich.                          

Herr Jesus, dort wo Menschen ohne Hoffnung sind, sagst du: Ihr sollt leben!

Herr, erbarme dich.

 

Fürbitten:                   

Jesus, du hast Mitleid mit den Menschen die leiden und traurig sind. Du bist gekommen um uns vom Tod zu befreien. Wir bitten dich:

 Guter Gott, so viele Menschen fühlen sich verlassen und haben kaum noch Kraft für den nächsten Schritt. Hilf dass die Kranken nicht so viel leiden. Hilf, dass wir denen nahe sind, die sich einsam fühlen, die unsere Hilfe und unsere Kraft brauchen.

Herr, erwecke uns zu neuem Leben.

Viele Menschen haben Angst in diesen Tagen und sind ohne Hoffnung. Sie bangen um ihren Arbeitsplatz und ihre Zukunft.

Herr, erwecke uns zu neuem Leben.

Viele Menschen haben kein Zuhause. Sie sind auf der Flucht vor Krieg und Unterdrückung. Lass uns nicht aufhören für den Frieden zu beten und für ihn arbeiten, wo es möglich ist.

 Herr, erwecke uns zu neuem Leben.

Guter Gott, wir sehen täglich in der Natur wie altes Leben geht und neues Leben kommt. Ein welkes Blatt, ein blühender Zweig! Lass uns durch die Zeichen der Natur Hoffnung schöpfen und uns für den Erhalt der Natur einsetzen.

 Herr, erwecke uns zu neuem Leben

Guter Gott, wir müssen in unserem Leben immer wieder lernen, Abschied zu nehmen: von alten Gewohnheiten, von vertrauten Orten, von einem geliebten Menschen. Gerade jetzt fällt uns das sehr schwer, weil wir die Dinge nicht so tun können, wie wir sie gewohnt sind. Gib uns Kraft und Stärke, gib und Geduld und Vertrauen, damit alle Menschen bald wieder in Freude leben können. Lass uns nicht vergessen, dass du immer bei uns bist.

 Herr, erwecke uns zu neuem Leben

Guter Gott, du bist der Herr allen Lebens. Du schenkst Worte der Hoffnung und der Freunde für jeden Menschen. Lass uns nie aufhören, dich zu suchen und auf dein Wort zu hören, darum bitten wir durch Jesus Christus unseren. Amen.

 

Lied: Gott ist mit uns unterwegs

Jetzt können wir alle zusammen das Lied singen, das wir in den letzten Wochen immer wieder miteinander gesungen haben. Falls ihr euch nicht mehr so ganz gut an die Melodie erinnert, dann sucht unter Youtube nach und singt einfach mit.

Viel Spaß euch und noch einen guten Sonntag für euch.